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Die Geschichte des Varieté

Und so fing im Sommer 1991 alles an: Die et cetera-Gründer Ronny und Silvia Cabello, Jörg Richter, Otfried Stanzel (Ausstieg 2005), Maggy und Tseng-Hai Sun (Ausstieg 1994) waren in Berlin engagiert. In Artistenkreisen wurde laut, dass der „Lachsack“, ein reisendes, politisches Kabarett aus der DDR, zum Verkauf stand. Als Marktzelt konnte man das Unternehmen derzeit in Berlin Pankow besichtigen. Gemeinsam standen die sechs vor dem blauen Zelt mit den großen hässlichen Lachsäcken auf der Rundleinwand. Die Augen leuchteten vor Entzücken und sie beschlossen, daraus ein reisendes Varieté-Theater zu machen. In der Eifel fanden sie eine Bank die ihre Idee unterstützte. Fotos von alten DDR-Lkws, schöne Zeichnungen von dem Zeltaufbau wie er mal werden sollte und der große Enthusiasmus der Gründer überzeugte. So etwas wäre heute undenkbar und hat den Bankdirektor viele schlaflose Nächte gekostet – jetzt ist er im wohlverdienten Ruhestand.

Es folgte ein Winterquartier in der Eifel, die Gründung der et cetera Varieté GmbH, das Restaurieren der Wagen und des Zeltes, der Bau von Front, Sitzeinrichtung, Kasse, Büro, Gastronomie… Und am 1. September 1992 die „Weltpremiere“ in Travemünde direkt an der Strandpromenade.

Viele Jahre sind nun vergangen – das heißt viele Gastspiele in 28 Städten, unzählige international Künstler in über 50 verschiedenen Shows – und viele begeisterte Zuschauer, die sich verzaubern ließen.

Sieben Jahre war Deutschlands einziges reisendes Zeltvarieté auf Tournee quer durch die Republik. Im Dezember 1999 wurde es in Bochum sesshaft.
Die Sechsertruppe hat sich in ein dreiköpfiges Direktorium gewandelt. Jörg Richter, Ronny und Silvia Cabello sind auch heute noch glücklich mit der Entscheidung für Bochum. Die Kooperationen mit der Stadt und vor allem mit der Bogestra, der Bochumer- und Gelsenkirchner-Straßenbahngesellschaft auf deren Gelände das Zelt installiert ist, sind bestens. Von 2001 bis 2006 gab das Ensemble auch parallel zum Bochumer Theater Gastspiele in Kiel und Lübeck.

Inzwischen ist das Varieté et cetera zu einer wichtigen kulturellen Einrichtung des Ruhrgebiets geworden und das et cetera –Team fühlt sich in Bochum zu hause. Immer wieder wird das Theater verändert und verschönert. Im Sommer 2007 wurde das Foyer umgebaut, seit Inkrafttreten des Nichtrauchergesetztes gibt es eine stilvolle Raucherlounge und im September 2008 wurde die neue Küche unter der Leitung des Küchenchefs Jürgen Fuchs eingeweiht.

Die vielen Stammgäste und die positive Resonanz der Besucher lassen die Varieté-Betreiber zuversichtlich in die Zukunft schauen. Und so freut sich das Team auf viele weitere Jahre in Bochum mit
entertainment, tollkühner Artistik und comedy etc., etc., etc….